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Werkzeuge für Regie und Technik

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Time Keeper Live · Benutzeranleitung · Kap. 10

Neben der Regie stehen in der Kopfleiste die Arbeitsplätze Kontrolle, Zeitnehmer, Technik und Archiv. Kontrolle, Zeitnehmer und Archiv sind ab Stufe Ansicht zu sehen, Technik ab Stufe Anwender. Dieses Kapitel beschreibt sie, dazu die Steuerung im Infobereich der Taskleiste.

Steuerung im Infobereich

Steuerung: Ampel, Dienste und Knöpfe auf einen BlickVergrössern

Die Steuerung startet den Server unsichtbar, überwacht ihn und zeigt auf einen Blick, ob alles läuft. Ihr Symbol sitzt im Infobereich der Taskleiste (unten rechts, eventuell hinter dem Pfeil ^); der Punkt darauf ist die Ampel:

PunktBedeutung
grün
alles in Ordnung, die Zeitmessung ist eingeschaltet oder liefert Daten
gelb
Hinweis, zum Beispiel: Simulator läuft, Meet Manager nicht erreichbar, OBS nicht verbunden, Demo-Lizenz oder Lizenz abgelaufen
rot
Störung, zum Beispiel: Server läuft nicht oder Port belegt, Zeitmessung getrennt oder stumm, Spiegelbetrieb getrennt, Festplatte fast voll
grau
Server startet, oder er läuft, aber es ist keine Zeitmessung eingeschaltet

Wird der Punkt rot, meldet sich die Steuerung mit einer Sprechblase. Die Maus über dem Symbol zeigt die Kurzfassung, die rechte Maustaste das Menü: Steuerung öffnen, Bedienpanel, Speaker, Livestream, Anzeigetafel, Anleitung, Server neu starten und Beenden.

Ein Doppelklick auf das Symbol öffnet das Fenster mit fünf Bereichen:

Fenster schliessen heisst: Steuerung und Server laufen im Hintergrund weiter. Beenden geht nur über das Menü des Symbols und beendet nach einer Rückfrage auch den Server.

Überwachung: Endet der Server unerwartet, startet die Steuerung ihn nach zwei Sekunden neu und vermerkt es im Logbuch. Nach mehr als fünf Abstürzen in zehn Minuten hört sie auf, zeigt Rot und bietet «Erneut versuchen» an — dann bitte Diagnose senden. Läuft schon ein Server (zum Beispiel von Hand gestartet), hängt sich die Steuerung an ihn, statt einen zweiten zu starten.

Nach jedem Neustart des Servers gilt die Betriebsregel: Bleibt die Zeitmessung danach stumm, im Quantum den Data Handler neu starten.

Start mit Windows: Das Setup richtet den Start beim Anmelden standardmässig ein. Dann läuft die Steuerung im Hintergrund, startet den Server und bringt die LED-Wand, ohne dass ein Fenster aufgeht. Unter «LED-Wand · Start» lässt sich das ein- und ausschalten.

Notstart: Startet die Steuerung nicht (zum Beispiel, weil ein Virenscanner sie aufhält), im Startmenü im Ordner «Time Keeper Live» den Eintrag «Notstart ohne Steuerung (Konsolenfenster)» wählen. Dann läuft der Server wie bis Version 1.11 in einem schwarzen Fenster, das offen bleiben muss.

LED-Wand

Die Steuerung zeigt die Anzeigetafel in einem eigenen Fenster ohne Rand, genau auf der Fläche, die die LED-Wand vom Videoausgang übernimmt. Es braucht dafür keinen Browser im Vollbild. Das Fenster bleibt zuoberst, nimmt keine Eingaben an, und über ihm erscheint kein Mauszeiger.

  1. Unter Videoausgang den Bildschirm wählen, an dem die Wand hängt. «Bildschirme anzeigen» blendet auf jedem Bildschirm kurz die Nummer ein. Die Auflösung des Ausgangs stellt Windows ein.
  2. Unter Bildbereich die Tafel und die Lage in Pixeln eintragen: X und Y ab der linken oberen Ecke des Ausgangs, dazu Breite und Höhe der Wand. Änderungen wirken sofort. Die kleine Skizze zeigt die Lage auf dem Ausgang. Die Masse misst das Prüfbild.
  3. Anzeigetafel auf dem Videoausgang zeigen einschalten.
  4. Mit Prüfbild erscheint /wandtest im selben Fenster; Lineal und Farbrand zeigen, ob jedes Pixel stimmt. «Tafel zeigen» führt zurück.

Breite und Höhe gelten auch als Grösse der Tafel, die Steuerung trägt sie in den Einstellungen ein. Die Skalierung von Windows spielt keine Rolle: Das Fenster rechnet in Pixeln des Ausgangs.

Steuerung, Seite LED-Wand: Videoausgang, Bildbereich mit Skizze und StartVergrössern

Ablauf: Nach dem Start erscheint rund acht Sekunden das Startbild, danach die Tafel. Läuft der Server dann noch nicht oder fällt er länger als drei Sekunden aus, zeigt die Wand «Offline» mit der aktuellen Uhrzeit; kommt er zurück, erscheint von selbst wieder die Tafel. Beides läuft ohne Server und ohne Internet.

Startbild beim EinschaltenVergrössern
Offline-Bild mit aktueller UhrzeitVergrössern

Fehlt der gewählte Bildschirm oder hat er eine andere Auflösung, bleibt die Wand dunkel, und die Steuerung meldet es. So landet die Tafel nie an der falschen Stelle. Die Einstellung liegt im Datenordner unter data/wand.json.

Das Fenster braucht die Microsoft WebView2 Runtime. Windows 11 bringt sie mit, unter Windows 10 ist sie meist mit Edge installiert; fehlt sie, nennt die Steuerung die Adresse zum Herunterladen.

Die Ausgabe des Servers steht zusätzlich in data\konsole-<Datum>.log im Datenordner und geht mit «Diagnose senden» an Serion.

Kontrolle

Kontrolle: Livestream, Anzeigetafel und Speaker als Kacheln, darunter die Ereignisse, daneben Verbindungen, Eingreifen und EinzelwerteVergrössern

Der Arbeitsplatz Kontrolle (/monitor) zeigt auf einem Bildschirm, was gerade hinausgeht: Livestream (auf Testbild), Anzeigetafel 1 und Speaker als Kacheln. Jede Kachel öffnet sich auf Wunsch in einem eigenen Fenster; «Kontrolle in eigenem Fenster» und «Vollbild» machen aus der ganzen Seite einen Bildschirm für die Regie.

Ansehen geht ab Stufe Ansicht. Den Zustand der wichtigsten Dienste zeigt zusätzlich die Zustandszeile unter der Kopfleiste auf jedem Arbeitsplatz, bei einer Störung mit einem Knopf zur Abhilfe.

Not-Aus: Der rote Knopf steht in der Kopfleiste jedes Arbeitsplatzes, ab Stufe Anwender. Was er ausschaltet und was «Wieder einschalten» zurückholt, steht unter Not-Aus.

Mitschnitt der Zeitmessung

Quantum-Mitschnitt: Marke setzen, darunter die Nachrichten der Zeitmessung mit der Spalte «nach Marke»Vergrössern

Der Arbeitsplatz Technik beginnt mit dem Quantum-Mitschnitt (/quantum, in der Seitenleiste «Mitschnitt»). Er zeigt jede Nachricht der Zeitmessung, wie sie hereinkommt, neueste zuoberst, und schreibt alles zusätzlich in eine Datei, die «Herunterladen» holt. Ein Klick auf eine Zeile zeigt die ganze Nachricht. «Anhalten» hält die Liste an, damit man in Ruhe lesen kann; «Weiter» zeigt, was inzwischen kam. Der Filter zeigt zum Beispiel nur Startlisten, nur Marken oder nur Unbekanntes; die Lebenszeichen (TP) sind von Anfang an ausgeblendet.

Ansehen und Herunterladen geht ab Stufe Ansicht, auch wenn der Arbeitsplatz Technik erst ab Stufe Anwender in der Kopfleiste steht.

Ein Mitschnitt lässt sich später wieder abspielen; Overlays, Speaker und Anzeigetafel sehen dann genau dieselben Daten wie am Becken.

Halbautomat-Protokoll

Halbautomat-Protokoll: Abweichung des Knopfs zur Anschlagplatte je Bahn, Start- und Zielseite und Wendeseite nebeneinanderVergrössern

Der Arbeitsplatz Zeitnehmer (/richter) zeigt das Halbautomat-Protokoll. Die Zeitmessung liefert zu jedem Anschlag auch die Zeit des Halbautomat-Knopfs. Daraus rechnet die Seite je Bahn und Seite (Start- und Zielseite links, Wendeseite rechts) die Abweichung zur Anschlagplatte:

SpalteBedeutung
Letzter
letzter Anschlag in Sekunden: + später gedrückt als die Platte, − zu früh
Ø letzte 50
Schnitt der letzten 50 Anschläge, ohne Vorzeichen
Ø Wettkampf
Schnitt über den ganzen Wettkampf, ohne Vorzeichen
Gewertet
Anschläge mit beiden Zeiten, ohne Ausreisser
Verpasst
Platte ohne Knopf
Verlauf, letzte 100
links alt, rechts neu; Ausreisser als Marke oben

Oben stehen die Summen für gewertete und verpasste Anschläge und für die Ausreisser. Ausreisser sind Abweichungen ab einer Sekunde; sie zählen nicht im Schnitt. Werden die Balken im Verlauf gegen rechts länger, lässt die Konzentration nach.

Ansehen, Drucken und Excel gehen ab Stufe Ansicht.

Wettkampf-Archiv

Der Arbeitsplatz Archiv öffnet den Tagesbericht (/archiv): alles, was nicht im Meet Manager steht, für einen Tag. Oben den Tag wählen; «Drucken oder PDF» macht daraus einen hellen Bericht auf A4, den Nachweis für Sponsoren und Verein.

Ansehen und Drucken geht ab Stufe Ansicht.

Simulator

Der eingebaute Simulator spielt realistische Testläufe ab — ideal, um alle Anzeigen ohne Zeitmessanlage zu prüfen und den Speaker zu üben. Unter «Technik · Simulator» ein Programm wählen und «Simulator starten» drücken (ab Stufe Anwender):

ProgrammInhalt
Gemischt
50 bis 400 m, Staffel und Final
Kurze Läufe
50 und 100 m
Mittlere Läufe
100 und 200 m
Lange Läufe
400 bis 1500 m
Staffeln
4 × 50 und 4 × 100 m
Finalläufe
mit Qualifikationszeit statt Meldezeit

Das Programm gilt beim nächsten Start. Läuft der Simulator, startet ihn «Mit diesem Programm neu starten» mit dem gewählten Programm neu, «Simulator stoppen» beendet ihn. Solange er läuft, steht in der Zustandszeile die Pille «Simulator».

Der Simulator rechnet einen Zeitplan ab dem Startzeitpunkt, mit mehreren Läufen je Wettkampf; ab und zu fehlt jemand (DNS) oder wird disqualifiziert. Die automatische Stimme schaltet sich nach zehn Simulator-Läufen selbst aus.

Systemwerte und letzte Ereignisse

Unter «Technik · Diagnose» stehen neben dem Senden an Serion zwei Karten zum Nachsehen:

Laufend überwachen lässt sich alles am Arbeitsplatz Kontrolle. Die Adressen der Anzeigen für OBS stehen unter «Einrichten · Becken und Geräte · Adressen der Anzeigen» (Alle Adressen).

Diagnose senden

Fällt am Wettkampf etwas auf, schickt «Technik · Diagnose senden» den aktuellen Stand zur Fehlersuche an Serion: Status von Zeitmessung, Meet Manager und Liveansicht, die Einstellungen ohne Passwörter, das Logbuch von heute und gestern und den Mitschnitt der Zeitmessung. Ins Feld «Was ist aufgefallen?» kurz schreiben, was aufgefallen ist (zum Beispiel «Lauf 4: Bahn 3 hat bei 75 m keine Zeit»), dann «Diagnose senden» drücken. Dasselbe geht in der Steuerung mit «Diagnose an Serion senden …».

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